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Eine Runde

mit Lars Hofmann drehten 60 Besucher letzten Donnerstag mit Lars Hofmann. Hartmut Klamm hieß die Besucher im Angerstübla herzlich willkommen.

Wer seinen Abend anderswo verbracht hat, war selbst Schuld. Es gibt eben nur einen Lars Hofmann und nur da wird man von den Geschichten regelrecht gefesselt. Man wird ins Geschehen hineingezogen und fühlt sich hinterher, als sei man dabei gewesen.

Einige Fotos des Abends gibt es in der Galerie am Ende des Beitrags.

Seit einigen Jahren sind unsere Vortragsabende in der „dunklen Jahreszeit“ ein Besuchermagnet gewesen. Umso bedauerlicher, dass wir in der letzten Zeit feststellen müssen, dass zeitgleich andere Vorträge in der näheren Umgebung geplant werden (unsere Termine sind mindestens ein halbes Jahr im voraus online einsehbar). Da sich kein Besucher zerteilen kann, hat an so einem Abend keiner gewonnen – aber alle ein wenig verloren. Die logische Folge daraus wird sein, die künftigen Veranstaltungen genau zu betrachten und bei zu geringer Beteiligung die entsprechenden Konsequenzen daraus zu ziehen.

Lars Hofmann: Unavuelta

Erleben Sie die Geschichten und Bilder von Lars Hofmanns „Vuelta“ in einem spannenden und humorvollen Live-Multivisionsvortrag.
Am Donnerstag, 16.11.2017 um 19:30 Uhr im Angerstübla Bad Staffelstein.
Der Eintritt ist frei!

„Wir drehn mal eine Runde“! So würde ich es übersetzen, wenn argentinische Jugendliche sagen „Damos una Vuelta“! Una vuelta, eine Runde, habe ich 2009/2010 auch gedreht. Allerdings nicht ganz so schnell, denn ich war fünf Monate unterwegs. Und die Runde ging einmal um unseren Globus. Dennoch hatte meine „Runde“ einiges gemein mit der der argentinischen Jugendlichen: ich wollte gute Freunde treffen und neue Freunde kennen lernen, wollte Neues erleben und Erfahrungen austauschen.

Im September 2009 ging es los, sechs Länder habe ich mir für die fünf Monate vorgenommen. Der Start war Indien, genauer gesagt: Ladakh und Kaschmir. Das erste Mal einen Teil des Himalaya sehen, das war mein Wunsch. Anschließend ging es nach einem Kurzstopp in Sydney nach Neuseeland, wo ich fast zwei Monate die beiden Inseln bereist habe. Von dort ging der Flieger weiter nach Französisch-Polynesien. Hier habe ich auf der Insel Mo´orea sechs Tage „Urlaub vom Reisen“ gemacht! Um Kraft und Energie für den zweiten Teil der Reise zu haben: die Osterinseln, Chile und Argentinien.

Allein die Zeit und auch die besuchten Länder machen deutlich, dass dieser Trip keine Weltreise war. Ich wollte auch nicht so viel Länder wie möglich sehen. Vielmehr ging es uns darum, die ausgewählten Ziele kennen zu lernen. „Land und Leute“ – dieser ausgelutschte Begriff trifft genau, was ich wollte: in Kontakt kommen mit Menschen, über Begegnungen, Erzählungen, Traditionen und Lebensweisen einen Einblick erhalten in das Leben und die Kultur der jeweiligen Länder. So wird der Vortrag auch Geschichten von Menschen erzählen, mit denen ich unterwegs war oder die ich besucht habe. Wie z.B. sehr gute Freunde in Neuseeland und Argentinien. Und das gab mir das Gefühl, während des Reisens anzukommen und mit den Freunden auch eine kleine „Vuelta“ in ihrer Heimat zu drehen!
Und bei einer Reise in den Himalaya, die neuseeländischen Alpen und die patagonischen Anden durfte natürlich die Ausrüstung für mehrtägige Touren nicht fehlen. Ein beachtlicher Teil des Gepäcks bestand deshalb aus Zelt, Kocher, Schlafsack, Wanderschuhen, usw. Auf dem Tourenplan standen mit dem Stok Kangri in Ladakh mein erster 6000er, in Neuseeland wartete mein „Kiwi-Freund“ Simon, der mir seine Lieblingstouren zeigen wollte und in Patagonien hatte ich noch eine Rechnung im „Torres del Paine-Nationalpark“ offen.