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Dunkle Reisen – Till Mayer zu Gast

Montag, 17.12.2018
19:30 Uhr
Angerstübla
Eintritt frei

Viele, glaubt Till Mayer, wollen Bilder wie seine nicht sehen, heute noch weniger als früher.  Aber wenn man sie ihnen zeigt, schauen sie trotzdem hin. Und lassen sich oft berühren.

Vier Mal reiste Fotojournalist Till Mayer in den Donbass. Dort entstanden verstörende Bilder der Zerstörung. Vor 100 Jahren endete der Erste Weltkrieg. Heute ziehen sich wieder Schützengräben eines Stellungskriegs durch Europa. Doch der Konflikt im Osten der Ukraine scheint weitgehend vergessen zu sein. Ende Oktober führte ihn seine vierte Reise in die Stellungen von Luhansk. Die Soldaten haben sich dort eingegraben. Der Konflikt war 2014 ausgebrochen, als Russland die ukrainische Halbinsel Krim annektierte. Wenig später standen sich ukrainische Soldaten und prorussische Milizen im Osten des Landes gegenüber. Vor allem die Donbass-Region ist umkämpft. Bisher wurden mehr als 10.000 Menschen getötet. Auch das Leiden der Zivilbevölkerung dokumentiert Till Mayer. Ein Gemüsekeller dient in dem Dorf Kamyanka als Bunker, wenn Granaten von der nahen Front einschlagen. Fast nur noch alte Menschen leben in dem Dorf, die Jungen sind geflohen.

In „Dunkle Reisen“ hat Till Mayer seine Eindrücke und Aufnahmen gesammelt. Das Buch ist im Erich-Weiß-Verlag erschienen. Seine Erlebnisse, seine Bilder und sein Buch wird Till Mayer am 17.12.2018 um 19:30 Uhr bei uns im Angerstübla vorstellen. Der Eintritt ist frei.

Street-Photography

Darf man das (noch)? Wir sagen: Ja. Denn es ist Kunst. Unter uns ist so ein Künstler: Marcus Müller aus Bamberg. Er ist mit leichtem Fotogepäck unterwegs und so gelingt es ihm, unauffällig Street-Photography zu betreiben und Bilder einzufangen, die eine Geschichte erzählen (Beispiele von ihm? Einfach diesem Link folgen).

Vergangenen Donnerstag um 18 Uhr weihte er uns in die wesentlichen Rahmenpunkte der Street-Photography ein. Einige Beispielbilder von ihm sowie vom bekannten Street-Photo-Künstler Thomas Leuthard folgten und dann durfte jeder für sich allein sein Glück (und seinen Mut) wagen. Am Gabelmann gab es eine knappe Stunde später erstes Feedback.

Eine weitere Stunde später folgte die obligatorische Einkehr – verbunden mit der Abschlussbesprechung.

Eine tolle neue Erfahrung, ein toller Workshopleiter. Wir sind gespannt, wer künftig bei den Exkursionen auch Mal eine Situation der Street-Photography einfängt.

Natürlich gibts hier auch wieder einige Making-Ofs und einige Kostproben des gestrigen Abends von den Teilnehmern: